Ein Kind der Winter Neuenglands

Scott Fraser wuchs in den 1960er Jahren in New Hampshire auf, wo die kühle, klare New-England-Luft einen guten Pullover zu mehr als einer modischen Wahl machte – er war ein Lebensgefühl. Damals waren zottelige Mohairpullover für Männer und ultraweiche Angoracardigans für Frauen alltägliche Kleidungsstücke, die wegen der bemerkenswerten Wärme geschätzt wurden, die diese leichten Fasern ohne aufzutragen boten. Sie waren bequem, sie waren klassisch und sie machten eine leise, aber unverkennbare Aussage über die Person, die sie trug.

Diese sensorische Erinnerung – das Gefühl, sich in Komfort, Wärme, Stil und Qualität einzuhüllen – hat Scott nie verlassen.

Stack of soft woman's short angora skirts in various colors with elastic waistbands

Die unbesetzte Lücke

Als die 1990er-Jahre anbrachen, war etwas still und leise aus den Ladenregalen verschwunden. Der Aufstieg maschinenwaschbarer Synthetikfaser-Pullover hatte den Markt erobert, und Bequemlichkeit hatte über Handwerkskunst gesiegt. Pflegeleichte Strickwaren waren allgegenwärtig. Hochwertige Mohair- und Angorapullover, wie Scott sie aus seiner Kindheit kannte, waren fast unmöglich zu finden. Die Geschäfte waren weitergezogen, aber die Sehnsucht nicht.

Scott bemerkte die Lücke. Und dann, fast zufällig, beschloss er, etwas dagegen zu unternehmen.

Der Pullover, mit dem alles begann

Es begann mit einem Besuch in einem Handarbeitsgeschäft in der Nachbarschaft. Die Ladenbesitzerin, die Scotts Leidenschaft für feine Fasern offensichtlich teilte, stellte ihm eine wunderbar weiche Mischung aus Mohair- und Alpakagarn vor – und, wie sich herausstellte, einen Kreis von talentierten lokalen Strickerinnen, die begierig darauf waren, ihre Fähigkeiten für jemanden einzusetzen, der ihr Handwerk wirklich schätzen würde.

Scott gab seinen ersten maßgeschneiderten Pullover in Auftrag: eine elfenbeinfarbene Strickjacke mit kräftigen Zöpfen, die die Ärmel hinaufliefen und sich elegant um den Ausschnitt legten. Als er sie zum ersten Mal in den Händen hielt, wusste er, dass es etwas Besonderes war. Als er sie in der Welt trug, schienen alle anderen zuzustimmen.

Wohin Scott auch mit dieser Strickjacke ging, die Reaktion war die gleiche. Fremde hielten ihn an. Freunde zogen ihn beiseite. Die Frage war immer dieselbe:

„Wo bekomme ich so einen Pullover her?“

Angebot und Nachfrage in Einklang bringen

Als Scott einen Monat später in den Wollwarenladen zurückkehrte, sagte er dem Ladenbesitzer: „Wir werden noch viel mehr von diesen Strickjacken brauchen.“

Das war 1993 – und Scott's Sweaters wurde geboren, aus dem Konzept, traditionell Retro-Vibes mit modernem Flair zu verbinden.

Damals und heute

Was als einzelne elfenbeinfarbene Strickjacke begann, die in einer kleinen ländlichen Stadt in New Hampshire gefertigt wurde, ist zu einem globalen Geschäft herangewachsen, von dem Scott in den Anfängen nur hätte träumen können. Heute betreibt Scott ein 140 Quadratmeter großes Designstudio, einen Ausstellungsraum und ein Lagerhaus etwas außerhalb von Denver, Colorado, wo sein Team jedes neue Design zum Leben erweckt, bevor es täglich an Kunden auf der ganzen Welt versandt wird.

Die synthetischen Fasern und die pflegeleichte Bequemlichkeit der modernen Ära sind natürlich immer noch da. Aber auch Scotts Sweaters — der Beweis, dass, wenn etwas mit den richtigen Materialien, den richtigen Händen und echter Liebe zum Handwerk hergestellt wird, die Menschen immer ihren Weg dorthin finden werden.

So wie sie Scott auf der Straße immer anhielten, um nach dieser Strickjacke zu fragen.

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