Pullover tragen

Men's Angora Fashion history
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  • Autor des Artikels: Scott Fraser
  • Artikel-Tag: angora
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Geschichte von Angora in der Herrenmode
Die überraschend rebellische Geschichte der Angorapullover für Herren Weich. Unglaublich weich. So weich, dass man jeden anderen Stoff, den man je getragen hat, in Frage stellt. Das ist Angora – und während es einen Großteil seiner Geschichte als feminin kodiert verbracht hat, tragen Männer es seit Jahrzehnten leise (und manchmal sehr laut). Die Geschichte von Angora in der Herrenmode ist seltsamer, subversiver und interessanter, als man vielleicht erwartet. Was ist eigentlich Angora? Angorafasern stammen vom Angorakaninchen – einer Rasse, die so flauschig ist, dass es aussieht, als wäre sie von jemandem entworfen worden, der normale Kaninchen nicht lächerlich genug fand. Die Faser wird durch Kämmen oder Scheren geerntet, und das Ergebnis ist eine der leichtesten, weichsten und isolierendsten Naturfasern der Welt. Sie ist auch notorisch empfindlich, weshalb sie normalerweise mit Wolle oder Nylon gemischt wird, um ihr etwas Rückgrat zu verleihen, damit sie gestrickt werden kann, ohne zu reißen. Die Kaninchen selbst stammen aus der Türkei (daher der Name – Angora ist der alte Name für Ankara), und der Faserhandel verbreitete sich im 18. Jahrhundert in Europa und wurde besonders in Frankreich modisch. Die Anfänge: Ein Luxus für alle Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war Angora einfach eine Luxusfaser – getragen von jedem, der es sich leisten konnte, egal welchem Geschlecht. Angorahandschuhe, -schals und -strickwaren für Herren waren sehr verbreitet. Es war warm, leicht und hatte einen wunderschönen weichen Schimmer, der jedes Kleidungsstück teuer aussehen ließ. Aristokratische Männer trugen es mit Stolz. Es war wirklich die Mitte des 20. Jahrhunderts, die begann, die Assoziationen von Angora in Richtung Damenmode zu verschieben – insbesondere als der flauschige pastellfarbene Angoracardigan in den 1950er Jahren in Amerika zu einem Teenager-Modeklassiker für „Sweater Girls“ wurde. Männer zogen sich weitgehend zurück. Aber nicht alle. Die 1970er und 80er: Männer holen es sich zurück Glam Rock veränderte das Gespräch. Wenn David Bowie einen Catsuit tragen konnte, konnten Männer Angora tragen. Weiche, taktile, feminin kodierte Stoffe wurden zu Werkzeugen bewusster Grenzüberschreitungen. Angorapullover tauchten bei Musikern, Künstlern und allen auf, die sich mit einem gewissen theatralischen Flair kleiden wollten. Es war nicht Mainstream – aber es war sichtbar, und das war wichtig. Die 1980er Jahre trieben dies noch weiter. New Wave und avantgardistische Mode nahmen Angora enthusiastisch auf, und japanische Designer wie Issey Miyake und Comme des Garçons demontierten stillschweigend die Vorstellung, dass eine Faser einem bestimmten Geschlecht gehörte. Ein Angorapullover an einem Mann hörte auf, ein Modestatement zu sein, und wurde einfach nur... ein Pullover. Die 1990er: Underground, aber lebendig Grunge hat vieles getötet, aber Angora überlebte im Untergrund. Die Indie- und Alternativszenen hielten es am Leben – ironisch getragen, dann aufrichtig, dann beides gleichzeitig, auf die Art, wie es nur die 90er schafften. Secondhandläden wurden zur Hauptquelle, was der Angora-Herrenmode eine raue, gefundene Qualität verlieh, die sie zuvor nicht hatte. Heute: Vollständig rehabilitiert Die aktuelle Mode hat Angora sehr gut getan. Geschlechterfluide Kleidung, die Wiederbelebung von Handwerk und taktilen Stoffen sowie ein breiter kultureller Appetit auf Weichheit (wörtlich und im übertragenen Sinne) haben Angora mit Zuversicht in die Herrenmode zurückgebracht. Luxusmarken bieten Angoramischpullover ohne viel Aufhebens an, und der Vintage-Markt für Angorastücke für Herren ist wirklich wettbewerbsfähig. Heutige Angorapullover für Herren verwenden typischerweise eine Mischung von 40-80%, je nach gewünschtem Stil. Zwischen 40-50% verleihen anderen Mischfasern, oft Wolle, einen schönen weichen Glanz. Höhere Angorakonzentrationen ergeben einen ausgeprägteren weichen Aurora-Effekt, der umso flauschiger wird, je öfter sie getragen werden. Herrenpullover überschreiten typischerweise 80% Angora nicht, da die anderen Fasern benötigt werden, um dem Pullover zu helfen, seine Form zu behalten. Pullover mit mehr als 80% Angora sind sehr plüschige und feminin aussehende Pullover für Frauen, die oft ein sexy Modestatement setzen. Die flauschigste Faser in Ihrem Kleiderschrank hat sich als eine der härtesten Geschichten erwiesen. Nicht schlecht für ein Kaninchen.
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